Kaufhaus Brühl

Das Kaufhaus Brühl prägte, mit seiner auffälligen Aluminiumhülle, über viele Jahre das Stadtbild Leipzigs. Das 1908, vom Leipziger Architekten Emil Franz Hänsel, errichtete Gebäude wurde am 4. Dezember 1943 bei den schweren Luftangriffen auf Leipzig stark von Phosphorbomben beschädigt und musste geschlossen werden. Nach der Enteignung des Hauses von der Firma Rudolf Knoop & co. GmbH 1946, ging das Gebäude in den Besitz des Landes Sachsens über.

Die Konsumgenossenschaft Leipzig musste am 1. Januar 1965 das Kaufhaus an das zentrale Handelsunternehmen „konsument“ abgeben. Dieses Unternehmen vollzog ab 1966 den Wiederaufbau des nur provisorisch instandgesetzten Hauses und brachte dabei die polarisierende Metallfassade an. Diese geschwungene fensterlose Fassade, die durch viele hyperbolische Paraboloidelemente aus Aluminium strukturiert ist, schuf der Metallgestalter und Künstler Harry Müller.

04_Wip5   06_Wip7   02_Wip3

Schlussendlich wurde im April 2008 bekannt gegeben, dass die Blechbüchse abgerissen wird und das gesamte Areal vom Berliner Architekturbüro Grüntuch & Ernst neugestaltet wird. Die auffallende Aluminiumfassade wurde 2010 abmontiert und in Berlin eingelagert. In gleicher Formgebung finden die restaurierten Platten am neugebauten Parkhaus der „Höfe am Brühl“ wieder ihren Platz im Leipziger Stadtbild.